Wie klingt Sacrada?
Stilistisch bewegen wir uns hauptsächlich im Thrash und Hardcore. Feel alive ist da das treffendste Beispiel. So viel braucht es manchmal gar nicht für einen guten Song. Ein treibendes Riff, gute Lyrics und etwas Melodie. Die Power kommt vor allem aus der Rhythmusgruppe und den Vocalshouts. Die Leadgitarre ergänzt die Melodielinie. In dieser Konstellation konnten wir eine gute Balance finden. Wir bedienen uns aber auch anderen Gewürztöpfen, um unseren Stil zu prägen.
Wie ist das Artwork fürs Cover entstanden?
Das Cover ist ein kleiner Ausschnitt aus einem Action-Painting von Derrick zum Song Blackened von Metallica. In der Betrachtung des Werkes wurde dann das Gesicht erkannt, welches treffend für die Covergestaltung von Lazarus verwendet werden konnte.
Wie hat sich euer Sound während der Produktion entwickelt?
Lazarus war für uns sowohl Startschuss als auch Lernprozess. Zwischen den Aufnahmen der Songs liegen teilweise mehrere Monate. Bei einigen hatte die Zusammenarbeit gerade frisch begonnen, einige prägen aber bereits eine gemeinsame Vision und Herangehensweise. So merkt man gerade bei den späteren Stücken Scorn und World on Fire große Unterschiede in Sound und Arrangement. In beiden hört man erstmals Dominique nicht nur in den Lead- sondern auch in den Rhythmusgitarren. World on fire ist auch der erste Song, der gemeinsam komponiert wurde. Die EP klingt vielleicht deshalb wie eine Kompilation.
Gibt es einen Song, der für euch besonders wichtig ist?
Wenn es für Sacrada eine Art Urknall gibt, dann ist es der Song When i raise my mind. Dieser war das erste Stück, das für diese EP aufgenommen wurde und spiegelt den Bandgedanken perfekt wider: brutal in music, hopeful in message. Das Thema Wiederbelebung und der Aufstieg ins Licht nach einer tiefen Lebenskrise ist häufiger Begleiter auf Lazarus. Wir befassen uns mit Realität, Identität, Hoffnung und Glauben. Wir setzen einen Kontrast zu den typischen Fantasy- oder Satanistenklyschees im Metal.